Flamenco-Biennale

Die Gitarre bei der Flamenco-Biennale Sevilla 2026: unverzichtbare Shows

Die Gitarre, eine der großen Hauptdarstellerinnen der Flamenco-Biennale 2026

Die Flamenco-Gitarre nimmt bei der XXIV. Flamenco-Biennale Sevilla 2026 einen außergewöhnlichen Stellenwert ein. Die Ausgabe vom 9. September bis 3. Oktober bietet ein Programm, in dem das Gitarrenspiel nicht nur Begleitung ist, sondern zum absoluten Mittelpunkt von Konzerten, Premieren, generationenübergreifenden Begegnungen und Dialogen mit anderen Musiken wird.

Die Biennale selbst präsentiert diese Ausgabe als eines der großen internationalen Ereignisse für die Flamenco-Konzertgitarre, mit rund fünfzehn unmittelbar mit dem Instrument verbundenen Programmpunkten. Das Espacio Turina ist der wichtigste Spielort mit neun Konzerten zwischen dem 11. und 27. September; einige der außergewöhnlichsten Gitarrenereignisse finden außerdem in San Luis de los Franceses, im Teatro Lope de Vega und im Teatro de la Maestranza statt.

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Programmpunkte mit der Gitarre im Mittelpunkt

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Konzerte im Espacio Turina

11.–27. SEP

große Gitarrenreihe

Kurzantwort: Wer bei der Biennale 2026 Flamenco-Gitarre hören möchte, sollte besonders auf Antonio Rey, José Fermín Fernández, Juan Requena, Alejandro Hurtado, Juan Manuel Cañizares, Rafael Riqueni, Diego del Morao und Dani de Morón achten. Im Espacio Turina finden die meisten Recitals statt, während San Luis, Lope de Vega und Maestranza einige der außergewöhnlichsten Produktionen der gesamten Ausgabe beherbergen.

Letzte Aktualisierung: 2. September 2026. Die Ticketverfügbarkeit kann sich schnell ändern. Prüfen Sie deshalb vor der Planung Ihres Besuchs immer die offizielle Seite der jeweiligen Vorstellung.

Warum die Gitarre bei der Biennale 2026 so wichtig ist

Nicht jede Ausgabe der Biennale räumt der Sologitarre eine so große Rolle ein. 2026 treffen mehrere Generationen von Interpreten, sehr unterschiedliche Ästhetiken und eine gemeinsame Idee aufeinander: zu zeigen, dass die zeitgenössische Flamenco-Gitarre aus eigener Kraft einen vollständigen künstlerischen Ausdruck tragen kann.

Das Programm verbindet etablierte Meister, Gitarristen mit einer starken schöpferischen Identität, Künstler, die erstmals eine eigene Produktion präsentieren, und Musiker, die die traditionellen Grenzen des Instruments durch Jazz, symphonische Musik, Alte Musik und Roots-Musik erweitern.

Espacio Turina: der große Tempel der Flamenco-Gitarre

Das Espacio Turina in der Calle Laraña bündelt neun Konzerte zwischen dem 11. und 27. September. Seine Akustik und das relativ intime Format eignen sich besonders gut, um Nuancen von Anschlag, compás, Harmonie und Dynamik wahrzunehmen, die in größeren Sälen anders wirken können.

Im Turina treten Antonio Rey, Canito & Raúl Rodríguez, José Fermín Fernández, Juan Requena, María Marín, Manuel de la Luz & Manuel Imán, Diego del Morao, Juan Medina und Dani de Morón auf. Für alle, die die aktuelle Entwicklung des Flamenco-Gitarrenspiels verfolgen möchten, ist dies wahrscheinlich der geschlossenste Programmblock der gesamten Biennale.

8 unverzichtbare Shows für Gitarrenliebhaber

Die folgende Auswahl soll die Gitarre nicht zu einem Wettbewerb machen. Jede Produktion folgt einer anderen Ästhetik – und genau darin liegt einer der großen Reize der Biennale 2026.

1. Antonio Rey — Historias de un flamenco

11. September · 19:00 · Espacio Turina

Antonio Rey eröffnet die große Gitarrenreihe des Turina mit Historias de un flamenco. Sein Programm umfasst Taranta, Rumba, Alegrías, Bulerías, Minera und weitere Stücke aus seinem jüngeren Repertoire.

Es ist eine der klarsten Empfehlungen für alle, die eine zeitgenössische, technisch brillante und zugleich tief mit der Tradition verbundene Gitarre suchen. Mit dabei sind Mara Rey im Cante, Manuel Heredia an der zweiten Gitarre, Juan Parrilla an der Flöte und Bandolero an der Percussion.

Warum wir es für unverzichtbar halten: Er gehört zu den großen spanischen Konzertgitarristen der Gegenwart und kommt nach einer internationalen Karriere und mehreren Auszeichnungen mit einem reifen Repertoire nach Sevilla.

2. José Fermín Fernández — Guitarra desnuda

13. September · 19:00 · Espacio Turina · Einmalige Vorstellung

Hier ändert sich das Konzept radikal: Gitarre solo, ohne szenische Hilfsmittel oder Begleitung. José Fermín Fernández präsentiert ein Recital, das sich um verschiedene traditionelle Palos und die erzählerische Kraft des Instruments dreht.

Sein Solodebüt bei der Biennale bietet zugleich die Gelegenheit, einen Gitarristen der jüngeren Generation in einem Format zu hören, in dem sich nichts verbergen lässt: Klang, Stimmung, compás, Absicht und Musikalität liegen vollkommen offen.

Ideal für: Liebhaber, die Konzertgitarre in ihrer wesentlichsten Form hören möchten.

3. Juan Requena — Requeneando

18. September · 19:00 · Espacio Turina · Einmalige Vorstellung

Juan Requena übernimmt bei der Biennale erstmals die Hauptrolle in einer eigenen Produktion. Requeneando ist als Reise durch verschiedene Palos angelegt, die seine Laufbahn, Sensibilität und musikalische Sprache widerspiegeln.

Begleitet wird er von Los Makarines mit Chor und Palmas; als besonderer Gast wirkt der Sänger und Multiinstrumentalist José Ángel Carmona mit.

Was es besonders macht: Es ist nicht nur ein virtuoses Recital, sondern die Präsentation eines persönlichen kreativen Universums, das zugleich Material seines kommenden Aufnahmeprojekts vorwegnimmt.

4. Alejandro Hurtado & Enrike Solinís — Devenir de la guitarra

19. und 20. September · 12:00 · Kirche San Luis de los Franceses

Dies ist eine der konzeptionell interessantesten Produktionen der Ausgabe. Alejandro Hurtado bringt die Flamenco-Gitarre in einen Dialog mit historischer Gitarre und Alter Musik, gemeinsam mit Enrike Solinís und in Zusammenarbeit mit dem Festival für Alte Musik von Sevilla.

Das Programm umfasst eigene Kompositionen Hurtados ebenso wie historische Bezüge und verbindet verschiedene Entwicklungsphasen der Gitarre.

Der barocke Rahmen von San Luis de los Franceses verleiht dem Konzert zusätzlich eine ganz besondere räumliche und akustische Dimension.

5. Cañizares & ROSS — Cañizares sinfónico

19. September · 20:00 · Teatro de la Maestranza · Einmalige Vorstellung

Juan Manuel Cañizares tritt als Sologitarrist gemeinsam mit der Real Orquesta Sinfónica de Sevilla unter der Leitung von Santiago Serrate auf.

Das Programm umfasst das Concierto Al-Ándalus para guitarra y orquesta, das dem Andenken an Paco de Lucía gewidmet ist, sowie das Concierto Mediterráneo, das Joaquín Rodrigo gewidmet ist.

Warum es besonders ist: Dies ist die eindeutig symphonischste Produktion des gesamten Gitarrenprogramms. Wer hören möchte, wie sich Flamenco-Gitarre vor einem großen Orchester entfaltet, findet hier einen der Schlüsselabende der Biennale.

6. Rafael Riqueni & Tim Ries — Tunisia

21. September · 20:00 · Teatro Lope de Vega · Uraufführung

Eine der ungewöhnlichsten Begegnungen des Jahres 2026 bringt den Sevillaner Gitarristen Rafael Riqueni mit dem US-amerikanischen Saxofonisten und Flötisten Tim Ries zusammen.

Das Repertoire verbindet Kompositionen aus Riquenis musikalischem Universum mit weiteren Stücken und eröffnet einen Dialog zwischen Flamenco-Gitarre, Jazz und kammermusikalischer Sensibilität.

Ideal für: alle, die eine weniger orthodoxe, genreoffene Produktion suchen, bei der zugleich einer der historischen großen Namen der Sevillaner Gitarre im Mittelpunkt steht.

7. Diego del Morao — Más Morao

25. September · 19:00 · Espacio Turina · Einmalige Vorstellung

Diego del Morao steht für einen der unverwechselbarsten Klänge der zeitgenössischen Gitarrenschule von Jerez. Más Morao stellt sein Spiel in den Mittelpunkt, getragen vom Puls eines Ensembles, das eng mit der Ästhetik von Jerez und dem Viertel Santiago verbunden ist.

Mit ihm spielen Ané Carrasco an der Percussion und Maloko im Cante; weitere Mitwirkende werden noch bestätigt.

Warum wir es nicht verpassen würden: Nur wenige aktuelle Gitarristen besitzen eine so unverwechselbare rhythmische Persönlichkeit. Besonders empfehlenswert für alle, die compás, den Klang von Jerez und eine sehr persönliche Art des Begleitens und Falseta-Aufbaus schätzen.

8. Dani de Morón — Cuadro

27. September · 19:00 · Espacio Turina · Einmalige Vorstellung

Dani de Morón beendet die Turina-Reihe mit einer Produktion, die die Idee des Flamenco-Cuadro als lebendigen Organismus aufgreift. Seine Gitarre tritt in Dialog mit den Stimmen von Sergio El Colorao, Amparo Lagares und Ismael El Bola, dem Tanz von Claudia La Debla und den Palmas von Los Mellis.

Das Programm führt durch Bulerías, Soleá, Tonás, Tientos, Cantiñas, Romance, Farruca, Seguiriya, Tangos und weitere Stile.

Was es bietet: Die Gitarre wird nicht nur als Soloinstrument hörbar, sondern als musikalische Architektur, die Cante, Tanz, compás und kollektive Kreation organisiert.

Erweiterter Gitarrenkalender der Biennale 2026

Datum Künstler / Show Spielort Schwerpunkt
11 sep Antonio Rey — Historias de un flamenco Espacio Turina Zeitgenössisches Recital
12 sep Canito & Raúl Rodríguez — La cuerda al aire Espacio Turina Gitarre und Tres Flamenco
13 sep José Fermín Fernández — Guitarra desnuda Espacio Turina Gitarre solo
18 sep Juan Requena — Requeneando Espacio Turina Eigene Kreation
18 sep Antonio Reyes — Seis cuerdas, seis Teatro Lope de Vega Cante und Gitarre
19 sep Alejandro Hurtado & Enrike Solinís — Devenir de la guitarra San Luis Flamenco und historische Gitarre
19 sep María Marín — Las Tres Marías Espacio Turina Gitarre und Stimme · Premiere
19 sep Cañizares & ROSS — Cañizares sinfónico Maestranza Gitarre und Orchester
20 sep Alejandro Hurtado & Enrike Solinís — Devenir de la guitarra San Luis Zweite Vorstellung
20 sep Manuel de la Luz & Manuel Imán — Manos que hablan Espacio Turina Dialog zwischen Gitarren
21 sep Rafael Riqueni & Tim Ries — Tunisia Lope de Vega Premiere · Flamenco und Jazz
25 sep Diego del Morao — Más Morao Espacio Turina Gitarre aus Jerez
26 sep Juan Medina — Fugaz Espacio Turina Neue Generation
27 sep Dani de Morón — Cuadro Espacio Turina Gitarre, Cante und Tanz

Welches Konzert passt zu Ihren Vorlieben?

  • Essenzielle Sologitarre: José Fermín Fernández.
  • Großes zeitgenössisches Konzertspiel: Antonio Rey.
  • Compás und die Schule von Jerez: Diego del Morao.
  • Flamenco und historische Tradition: Alejandro Hurtado & Enrike Solinís.
  • Gitarre mit Orchester: Cañizares & ROSS.
  • Flamenco im Dialog mit Jazz: Rafael Riqueni & Tim Ries.
  • Gitarre im Flamenco-Cuadro: Dani de Morón.
  • Neue Stimmen des Toque: Juan Requena, José Fermín Fernández, María Marín oder Juan Medina.

Lohnt es sich, mehrere Nachmittage für das Turina einzuplanen?

Ja, besonders wenn die Gitarre einer Ihrer Hauptgründe für den Besuch der Biennale ist. Das Turina-Programm wiederholt nicht ein einziges Recital-Modell: Es gibt Sologitarre, Begleitung, Dialog zwischen Instrumenten, Gitarre und Stimme, die Schule von Jerez und kollektive Produktionen.

Eine gute Strategie ist, zwei oder drei Konzerte mit unterschiedlichen Profilen auszuwählen. Zum Beispiel José Fermín, um das Instrument völlig unverhüllt zu hören, Diego del Morao für die Sprache von Jerez und Dani de Morón, um zu erleben, wie die Gitarre ein vollständiges Cuadro strukturiert.

Tickets und Planung

Die Vorstellungen im Espacio Turina sind preislich günstiger als einige der großen Produktionen im Maestranza. Mehrere Termine sind jedoch als Einzigartige Nächte angekündigt, sodass es innerhalb der Biennale nur eine Gelegenheit gibt, sie zu erleben.

Aktuelle Preise, Rabatte, Hora Joven und offizielle Verkaufskanäle finden Sie in unserem Guide zu Tickets, Preisen und Rabatten der Biennale 2026.

Wir empfehlen außerdem, vor der Anreise das offizielle Programm der Biennale zu prüfen, da sich die Verfügbarkeit mit näher rückendem Termin verändert.

Eine Biennale, um zu hören, wie die Flamenco-Gitarre von heute klingt

Die Gitarre erscheint bei der Biennale 2026 nicht als homogener Block. Tradition, Experiment, Begleitung, Solorecital, Orchester, Jazz, Alte Musik und neue Generationen stehen nebeneinander.

Gerade dieser Kontrast macht das Programm zu einer besonders wertvollen Gelegenheit, zu verstehen, wohin sich die zeitgenössische Flamenco-Gitarre bewegt, ohne ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren.

Wenn die Gitarre bei Ihrer Reise nach Sevilla Priorität hat, lässt sich mit dieser Ausgabe praktisch ein Festival innerhalb des Festivals zusammenstellen.

Häufige Fragen zur Gitarre bei der Biennale 2026

Die Biennale hebt rund fünfzehn Produktionen hervor, in denen die Flamenco-Konzertgitarre eine zentrale Rolle spielt. Sie verteilen sich unter anderem auf Espacio Turina, San Luis de los Franceses, Teatro Lope de Vega und Teatro de la Maestranza.

Der wichtigste Spielort ist das Espacio Turina, das zwischen dem 11. und 27. September 2026 neun Gitarrenkonzerte veranstaltet.

Unter anderem stehen Antonio Rey, Rafael Riqueni, Juan Manuel Cañizares, Diego del Morao, Dani de Morón, Alejandro Hurtado, José Fermín Fernández, Juan Requena, María Marín, Manuel de la Luz, Manuel Imán und Juan Medina im Programm.

Ja. Ein besonders klares Beispiel ist Guitarra desnuda von José Fermín Fernández am 13. September im Espacio Turina, konzipiert für die Gitarre in ihrer wesentlichsten Ausdrucksform.

Ja. Juan Manuel Cañizares tritt am 19. September im Teatro de la Maestranza mit der Real Orquesta Sinfónica de Sevilla in Cañizares sinfónico auf.

Tunisia von Rafael Riqueni und Tim Ries bringt die Flamenco-Gitarre des Sevillaner Meisters mit Saxofonen und Flöte des US-Musikers in Dialog. Die Uraufführung findet am 21. September im Lope de Vega statt.

Diego del Morao präsentiert Más Morao am 25. September um 19:00 Uhr im Espacio Turina. Die Vorstellung ist einmalig angesetzt.

Dani de Morón präsentiert Cuadro am 27. September um 19:00 Uhr im Espacio Turina, ebenfalls als einmalige Vorstellung.

Ja. Alejandro Hurtado präsentiert Devenir de la guitarra mit Enrike Solinís am 19. und 20. September um 12:00 Uhr in der Kirche San Luis de los Franceses.

Am sichersten ist es, die Seite der jeweiligen Vorstellung über das offizielle Biennale-Programm aufzurufen. Tablaos Flamencos führt außerdem einen eigenen Guide mit Preisen, Rabatten, Kasseninformationen und Kaufempfehlungen.

Online buchen: der Schlüssel, um deinen Platz zu sichern

In vielen Städten sind Flamenco-Tablaos schnell ausgebucht, besonders an Wochenenden und in der Hochsaison. Wenn deine Daten feststehen, ist das Wichtigste daher, online zu buchen.

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