Was man sehen und hören kann
Das Erlebnis verbindet verschiedene Ebenen. Es handelt sich nicht einfach um eine Fotoausstellung. Die Installation ist so konzipiert, dass Besucher Schritt für Schritt entdecken, was in den Arbeitsräumen der Künstler geschieht.
Fotografien der kreativen Prozesse
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts sind die Aufnahmen der Fotografin Laura León, die verschiedene Künstler der Biennale in Studios und Proberäumen begleitet hat. Ihre Kamera dokumentiert Momente der Suche, Wiederholung, Konzentration und des Dialogs, die normalerweise verschwinden, sobald ein Werk fertig auf der Bühne steht.
Auch die Architektur der Installation spielt mit der Idee des Schauens und Entdeckens. Von außen kann man durch Sichtöffnungen hineinblicken, während der Zugang zum Inneren eine intensivere Auseinandersetzung mit den Inhalten ermöglicht. Das Ergebnis wird dem Besucher nicht auf einmal präsentiert: Er „entwickelt“ es nach und nach.
Stimmen, Interviews und Podcasts
Die Installation ergänzt die Perspektive durch die Stimmen der Beteiligten in Interviews und Podcasts, die speziell für das Projekt produziert wurden. Besonders interessant ist, dass die Künstler erklären, wie sie Entscheidungen treffen, woran sie forschen, was sich während der Proben verändert und welche Teile einer Kreation schließlich wesentlich werden oder verworfen werden.
Für alle, die das Programm der Flamenco-Biennale von Sevilla verfolgen, liefern diese Aussagen einen Kontext, der die spätere Wahrnehmung der Aufführungen verändern kann. Wer den vorherigen Weg kennt, versteht besser, warum ein Werk eine bestimmte Struktur, einen konkreten Klang oder eine besondere Verbindung von Tanz, Gesang und Musik besitzt.